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17. März

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Männerprogramm

Das angenehme Frühlingswetter und die Aussicht auf erneuten Schneefall nächste Woche, lud uns in den Wald oberhalb Dietikon ein. Der dortige Weiher war schon zu meiner Jugendzeit Ziel manches Ausfluges in Schul- und Pfadizeit und lädt auch heute noch, immer wieder zum verweilen ein. Offiziell heisst er Chlosterweiher, aber man kennt ihn vor allem unter dem Begriff Franzosenweiher.

Wieso er Franzosenweiher heisst, erklärt mir letztes Jahr ein alter Dietiker den ich dort antraf. Nach ihm, kommt der Namen aus der Zeit von Napoleon, als er 1799 gegen die am rechten Ufer der Limmat lagernden Russen in den Krieg zog. Beim Weiher lagerten damals die französischen Truppen. Ich erfuhr von ihm noch weiteres, nämlich, dass um eine Brücke zu bauen viel Holz aus dem Honeret Wald geschlagen wurde und, dass dadurch fast der ganze Honeret Wald gerodet wurde. Dass Dietikon einen Zusammenhang mit Napoleon hatte, wusste ich schon länger. Ich kenne den Gedenkstein an General Massena an der Limmat und die Inschrift Dietikon am Arc de Triomphe in Paris habe ich auch schon gesehen. Der gleiche General und seine Truppen sind übrigens auch in der Ahnenforschung zu unserem Geschlecht aufgetaucht. Auch in Muri AG machten die Truppen von Napoleon halt und hinterliessen ihre Spuren.

Für heute interessierte uns das aber nicht sehr, denn wir wollten uns im Wald austoben. Dies gelang uns mit den mitgebrachten Seilen ganz gut. An einigen Stellen ist es sehr steil und beim alten Damm kann man gut ein Seil von Baum zu Baum spannen.

Zum Männerprogramm im Wald gehören natürlich auch Feuer und Wurst. Das Feuer schaffte Tobias mit nur einem Zündholz und das vorher gesammelte Holz brannte bestens. Sogar feuchtes Holz hatte ab der Hitze keine Chance und brannte lichterloh. Bis es Würste gab, nutzten Simon, Fabian und Tobias noch die Zeit um beim Bach eine Staumauer zu bauen. Dies gelang nicht so gut, weil die schwersten Holzstücke einfach nicht so wollten, wie geplant. Endlich erlöste dann die heisse Wurst vom Feuer und ein Schluck Sinalco ab der Flasche, von da an war der Damm Geschichte. Zu guter letzt, kam das Löschen des Feuers nach alter Pfadimanier. Vier Männer angetreten...und aus ist das Feuer.

Rechtzeitig vor dem Löschen, haben wir aber noch unsere Fackeln entzündt. Mit ihnen fanden wir den Weg aus dem dunklen Wald zurück zum Auto. Zu Hause die schmutzigen Kleider abziehen, den Dreck abduschen und schon bald gings ins Bett. So ein Männerprogramm macht ganz schön müde, mindestens die kleineren Männer;-)

 

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